Die Speicher verlagern sich immer mehr ins Internet

Bisher hatte jeder Rechner seinen eigenen Speicher. Von seiner Kapazität hing ab, wie viel auf den Datenträger passte. Wollte man die Daten auf einem anderen PC weiter nutzen, mussten sie auf einen Datenträger kopiert und mitgenommen werden.

Durch die Vernetzung konnten die Daten dann schon über das Netzwerk übertragen werden. Trotzdem hatte noch meist jeder eine eigene Version der Datei auf seinem Computer.

Im nächsten Schritt wurden die Dateien zentral auf einem Server abgelegt und jeder hatte über das Netzwerk darauf Zugriff, Das alles passierte aber immer noch lokal z. B. in einem Unternehmen.

Das erweiterte sich durch das Internet noch einmal. Heutzutage macht die Vernetzung an den häuslichen oder Betriebsgrenzen nicht halt. Cloud-Computing ist das Zauberwort. Dabei werden die Daten auf einem Speicherplatz abgelegt, auf den man von jedem Ort der Welt Zugriff hat. Damit wurde es unerheblich, wo man sich befindet und an welchem Rechner man arbeitet.

 

Auch im privaten Bereich hat das seine Vorteile. In der Cloud gespeicherte.Daten können gleichzeitig auf dem PC, Notebook, Tablet und Smartphone geöffnet und auch bearbeitet werden. Das eröffnete völlig neue Perspektiven für die Teamarbeit.

Der bekannteste Anbieter im Privatbereich ist Microsoft 365. Für ca. 100 € im Jahr erhält man nicht nur die Office-Programme, sondern auch einen Speicherplatz von einem Terrabyte. Auf diesen Speicher kann man dann z. B. alle Familienfotos ablegen und für seine Familienmitglieder freigeben.

Google bietet diesen Speicherplatz sogar weitgehend kostenlos an und hat als erster sogar Notebooks ohne eigenen Speicher unter dem Namen Chromebook auf den Markt gebracht. Diese Notebooks haben das Betriebssystem Chrome OS und speichern alles Online.

 

 

Heutzutage kann jeder auch eine eigene private Cloud installieren. Dazu wird häufig ein NAS genutzt. In diesen Geräten sind meist mehrere Festplatten verbaut, die den Datenbestand automatisch doppelt vorhalten, so dass beim Ausfall einer Festplatte die andere sofort ohne Datenverlust weiter genutzt werden kann. Darüber hinaus können diese Geräte die Daten über Nacht noch z. B. auf einen Cloud-Speicher sichern.

Auf diese NAS kann dann auch von jedem beliebigen Ort in der Welt über das Internet zugegriffen werden. 

Da hier der Speicherplatz den Bedürfnissen frei angepasst werden kann, sind einer zentralen Video-, Foto- und Musiksammlung so gut wie keine Grenzen gesetzt und sie können von allen genutzt werden, die einen Zugang dafür erhalten, 

Große Sicherheitsbedenken muss man dabei auch nicht haben. Die Geräte sind nicht nur technisch ausgereift, sondern ihre Software bietet einen ausgezeichneten Sicherheitsstandard. Der schwächste Punkt in der Sicherheitskette ist leider immer der Mensch durch zu einfache Passwörter oder fahrlässigen Umgang damit.